13. Tag – Redwood National Park


Von der Sonne am strahlend blauen Himmel geweckt und nach einem gewohnt amerikanischen Hotelfruhstück stand heute die finale lange Fahrt nach San Francisco an. Pünktlich um 9:00 Uhr standen das Orchester und Tin Lizzy vor dem Hoteleingang, nur von Chamber of musical secrets keine Spur. Heute hatte also mal der Bus Verspätung. Abfahrt also wieder eine obligatorische Viertelstunde hinter Plan.
Die Route sah heute mehrere Stopps im südlich von Crescent City gelegenen Redwood National Forest vor.
Während sich Tin Lizzy in gewohnt halsbrecherischer Manier die kurvige Straße durch den Redwood Forest hinunterschlängelte kam die etwas zurückhaltende Chamber of musical secrets kaum hinterher.
Nach knapp einstündiger Fahrt durch den dichten und alten Wald erreichten wir unseren ersten Stopp am Big Tree, mit 87,2m Höhe und einem Durchmesser von 7,2m einem der größten Mammutbäume der Gegend, umgeben von weiteren großen Mammutbäumen in allen Richtungen. Dort machten wir in einem halbstündigen Stopp unsere ersten Schritte auf dem weichen Waldboden und bewunderten alle Größen und Formen der uns umgebenden Baumstämme. Zum Abschluss gab es noch ein Gruppenfoto vor dem Big Tree.

Gruppenfoto am Big Tree im Redwood National Park

Der zweite Stopp war am Prairie Creec Visitor Center, welcher sich als Holzhütte im Wald herausstellte. Dort hatten wir 1,5h Zeit, die Umgebung zu erkunden und machten uns gleich auf den Weg, die Trails zu bewandern. Schon bald hörte man mystische, elbengleiche Gesänge durch den Wald schallen, die sich jedoch als singfreudiges Grüppchen aus dem Orchester entpuppten. Verschieden Arten unseres Urgewächses Farn bedeckten den rötlich erscheinenden Waldboden, auf dem sich ab und die kurios-gelbe banana slug (dt. Bananennacktschnecke) oder haarig-giftige Tausendfüßler zeigten.
Als dritten Stopp hielten wir bei den Trillium-Falls, die zu früherer Jahreszeit bestimmt ein ansehnliches Schauspiel bieten, jetzt im Herbst aber nur müde vor sich hinplätscherten. Zunächst gab es jedoch erstmal Lunchpakete vom wunderbaren Cateringteam, die sogleich kollektiv auf dem Parkplatz verzehrt wurden. Die unaufhaltbar motivierten unter uns wagten sich in der verbliebenen Stunde nochmals auf einen Trail an den Wasserfällen vorbei, der rund 5 km durch den Redwood Forest führte. Dann ging es wieder auf den Highway 101 Richtung Küste!

Wer sich bei der unvorhergesehenen Bachdurchquerung am 2. Stopp noch keine nasse Hose geholt hatte, der hatte spätestens jetzt an unserem 4. Stopp die Chance dazu. Wir hielten am Redwood Creek Beach, wo wir diesmal bei schönstem Sonnenschein dem Pazifik nicht widerstehen konnten. Trotz tödlicher Warnungen stürzten sich einige Mutige sogar von Kopf bis Fuß in die heranbrandenden Wellen. Der Rest lief mit hochgekrempelten Hosen den überraschend großen Wellen davon, mit minderem Erfolg.

Redwood Creek Beach mit badelustigen Orchestermitgliedern

Wieder im Bus lagen die letzten knapp 500km bis San Francisco vor uns. Entlang des South Fork Eel Rivers schlängelten wir uns weiter nach Süden, vorbei am größten Baumhaus der Welt (believe it or not!), immer am Abgrund der Schlucht entlang. Von dort an konnten wir noch einige wundervolle Blicke auf den Sonnenuntergang entlang des Highway 101 erhaschen. Noch einen allerletzten Stopp, bei dem das Orchester überfallartig den Walmart und einen nebenan gelegenen Burgerladen stürmte um den akuten Hunger zu stillen und sich für die nächsten Tage noch günstig einzudecken. Schließlich konnten wir schon im Dunkeln die golden angestrahlte Red Lady überqueren und geschafft aber glücklich unsere letzte Unterkunft beziehen.


3 Antworten zu “13. Tag – Redwood National Park”

  1. How much wood would a woodchuck chuck, if a woodchuck could chuck wood? He would chuck, he would, as much as he could, and chuck as much wood as a woodchuck would. If a woodchuck could chuck wood.

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