8. Tag – Nationalpark Mount Rainer


Nach einer ungewohnt langen und erholsamen Nacht starteten wir in der Theorie um 9.15 Uhr, in der Praxis um 9.40 Uhr Richtung Mount Rainier. Unser erster Stopp war ein Walmart. Statt einer vorbestimmten Auswahl an Essensmöglichkeiten durfte sich dieses Mal jeder mit Hilfe von etwas Bargeld sein eigenes Lunchpaket zusammenstellen. Die Größe des Ladens und die Auswahl war gigantisch, vor allem bei allerlei Süßwaren. Danach ging es auf die verbleibenden 1,5 Stunden Busfahrt. Bereits nach einer halben Stunde konnte man einen beeindruckenden Blick auf den Mount Rainier, das heutige Ziel, erhaschen.

Der aktive Vulkan Mount Rainier mit den Myrtle Falls

Der Berg mit 4392 Metern Höhe erschien exponiert und einsam in der Landschaft. Die Vorfreude, diesen Berg zu erklimmen, stieg erheblich. Während die einen ein power nap zur Stärkung vor der Wanderung abhielten, konnten sich die anderen an den Veränderungen der Vegetation erfreuen – vom Laubwald über den Nadelwald bis hin zur Baumgrenze. Der Bus brachte uns über kurvige Landstraßen sicher auf 1600 Meter Höhe, wo sich unser Startpunkt – Paradise Inn – befand. Schnell formierten sich Kleingruppen mit verschieden ambitionierten Zielen für den Tag: Die einen wanderten über recht flaches Gelände zu Wasserfällen, die nächsten liefen den sogenannten „Skyline Trail“, ein 10 km langer Rundweg mit 600 Höhenmetern, andere konnten es nicht lassen, bis auf die Gletscher zu steigen.

Mit 26 Gletschern und dauerhaften Schneefelder sind 93 Quadratkilometer des Mount Rainier dauerhaft bedeckt

Dort begegneten sie heimischen Skifahrern, die ihre Ausrüstung extra bis auf 2200 Meter hochgetragen hatten, um sich auf den Schneefeldern auszutoben. Auch diejenigen von uns, die bis auf die Gletscher hinaufgelaufen waren, fuhren über das Schneefeld hinunter – so gut das mit den Sportschuhen eben ging. Sowohl die Wanderer des Skyline Trail als auch die Gletschererklimmer konnten einen fantastischen Blick vom Panorama Point genießen.

Dunstige Landschaft Washingtons vom Mount Rainier
Panoramasicht unterhalb des Mount Rainier mit Blick auf Mount Hood (Mitte in der Ferne) und Mount Adams (rechts in der Ferne)

Was zunächst wie beeindruckende Nebelschwaden zwischen den Tälern aussah, entpuppte sich nach Aufklärung durch Einheimische leider als Rauch von Waldbränden. Dennoch war die Aussicht – auch auf Grund des tollen Wetters – fantastisch. Zu Beginn der Wanderungen wirkte die Landschaft noch recht alpin, doch je höher man kam, desto schroffer und rauer wurde das Gestein und ließ auf den vulkanischen Ursprung schließen. Neben der Vegetation waren auch die Streifenhörnchen eine große Attraktion. Diese schienen an Menschen gewöhnt und waren sehr zutraulich  – so sehr, dass sie auch den Finger unseres Dirigenten Mihály bei seiner Fütterung für Nahrung hielten.

Die vielen Streifenhörnchen und Murmeltiere in der Region haben sich mit den jährlich 2 Millionen Besuchern angefreundet

Vor lauter Genießen des Ausblicks mussten sich einige beeilen, um das gemeinsame Gruppenfoto und die Busabfahrt pünktlich um 17:30 Uhr zu erreichen.

Gruppenfoto am Parkplatz des Visitor Centres

Die folgenden knapp drei Stunden Fahrt waren – bis auf ein paar Schnarcher – sehr ruhig, da alle sehr erschöpft von den Eindrücken und Anstrengungen des Tages waren und ein Schläfchen im Bus abhielten. Zur Stärkung  gab es abends dann sehr leckeres mexikanisches Essen. Bedingt durch die individuellen Wünsche von 70 Leuten war die Essensübergabe etwas chaotisch. Für die meisten sehr ungewohnt war, dass jeder refill von Softgetränken und Tortillas kostenlos möglich war – man musste sich sogar fast wehren, nicht ständig Nachschub von Cola, Sprite, etc. zu erhalten.
Zufrieden und sehr satt wurde schließlich gegen Mitternacht im Hotel eingecheckt, wo alle sofort müde in ihre Betten fielen.


5 Antworten zu “8. Tag – Nationalpark Mount Rainer”

    • Wir werden versuchen bis morgen alle Bilder hochzuladen. Für zusätzliche Bilder gerne auch unserem Instagram Kanal unimusik.stuttgart folgen. 🙂

  1. Die Bilder sind irgendwie diesmal nicht im Blog gelandet, wie es aussieht?
    Schade, denn wir würden gerne die angeknabberten Dirigentenhände bewundern 😉

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