7. Tag – University of Puget Sound


Freitag, der 23.09.2022, 0 Uhr Ortszeit: Zimmer 4-1-6, Budweiser und Becks! Der Tag begann wie der letzte geendet hatte, in fremden Zimmern.

Nach einem Frühstück, das reichlicher hätte sein können, fuhren wir zur Galopping Gerty. Die aus dem Physikunterricht bekannte Brücke stürzte 1940 ein, nachdem sie durch Wind in ihrer Eigenresonanz angeregt worden war. Inzwischen gibt es zwei neue Brücken, die nicht mehr so schön schwingen – traurig für die Physiklehrer, aber ein Zugewinn für die allgemeine Sicherheit. Den besten Blick hatten wir nach einer kurzen Wanderung über einen Steinstrand.

Blick auf die Tacoma Narrows Bridge

Nach einer weiteren kurzen Fahrt in Tin Lizzy und dem inzwischen auf The Chamber of musical Secrets getauften Bus fuhren wir zu Point Defiance, auf dem sich das Fort Niscally, ein Freilichtmuseum in einem Wald, befindet. Im Gegensatz zu vorher konnten wir hier die Natur im Wald erkunden und die Brücken von einer anderen Perspektive aus sehen.

Besuch des Stadtparks Tacomas

Danach ging es weiter zum Campus der University of Puget Sound in Tacoma, Washington. Sound hat in diesem Fall nichts mit Schall zu tun sondern kann als Sund übersetzt werden und bedeutet soviel wie Meerenge oder Bucht. Von hiesigen Studierenden wurde uns der sehr familiäre und behütete Campus gezeigt, der teileweise auch für die Öffentlichkeit zur Verfügung steht. So können die Anwohner unter anderem die Sporteinrichtungen nutzen. Hier fand früher auch ein Zirkus statt, weswegen die Eingangstüren auch groß genug für Elefanten sind.

Das Mittagessen fand in der Mensa der Uni statt. Es gab eine große Auswahl an unterschiedlichsten Gerichten und alle wurden gut versorgt.

Bis zur Probe gab es eine gute Pause, die von einigen Bläsern beider Universitäten genutzt wurde um gemeinsam zu musizieren und den Klang des Böhmischen Traums in den Park zu tragen.

Blasmusik am Puget Sound

Weiter ging es mit einer Gesamtprobe des Uniorchesters um unser Programm weiter zu verfeinern. Um 19:30 starteten wir das Konzert für ein sehr enthusiastisches Publikum mit vielen Studierenden und einer Rede mit Verweis auf die direkte Verbindung zwischen Uniorchester und Oktoberfest von Herrn Dr. Holtkamp. Das Programm der ersten Hälfte war wie gewohnt die tragische Ouvertüre und das Bratschenkonzert. Die Klarinetten bestehen hierbei auf eine lobende Erwähnung, Zitat eines Cellisten: „You killed the concert!“, was als Lob zu verstehen ist. Das tiefe Blech hat wie immer nicht nur musikalisch brilliert.

Gemeinsames Tiefblech der Universität Stuttgart und der University of Puget Sound

Die zweite Hälfte eröffneten wir mit Schumann, ehe Miguel Ledezma, ein Musikstudent, der für die erkrankte Anna Wittstruck einsprang, das ca. 138-köpfige Orchester in Elgars Nimrod führte. Zum Abschluss des Konzertes dirigierte Mihaly beide Orchester bei Brahms Akademischer Festouvertüre. Über einer Pizza und einem kühlen Getränk eigener Wahl klang der Abend zusammen mit den amerikanischen Studierenden aus.


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