Mit der aufgehenden Sonne und für die meisten nach erstaunlich wenig Schlaf klingelten unsere Wecker vor 7 Uhr. Noch einmal genossen wir das ausgiebige Frühstücksbuffet der UBC, klappten unsere Koffer zu und verließen unser zu Hause der letzten vier Nächte. Während des reibungslosen Einsteigens in die beiden Reisebusse hatten wir zwiegespaltene Gefühle: zum einen verließen wir eine traumhafte Stadt mit atemberaubenden Eindrücken und unglaublich netten Hosts, zum anderen brachen wir mit Spannung zu weiteren spannenden Stopps in der USA auf.
Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir unseren ersten (unfreiwilligen) Stopp: Die US Grenze. Empfangen von einer großen amerikanischen Flagge ging doch der eine oder andere Puls etwas höher bei der Kontrolle der Grenzwächter. Es stellte sich jedoch heraus: Unsere Instrumente waren nicht sehr interessant, Nüsse und Muffins waren auch kein Problem, und sechs Dollar durfte man für die Einreise noch obendrauf zahlen.

Und so fuhren unsere Busse weiter gen Süden. In einem der Busse waren alle Kammermusiker zusammen, welche am heutigen Tag im Museum of Flight musizieren werden. Zur Freude aller Insassen (auch der Müden) ertönten Hornklänge unseres tollen Hornregisters durch den Bus, welche sich auf das Konzert vorbereiteten. Einer der begeistertsten Personen war der uns bekannte und sehr beliebte Doktor Holtkamp, welcher die nächsten Stationen hautnah mit dem Orchester reist und die Universität an den Partneruniversitäten vertritt.



Nachdem wir die imposante, um die Space Needle gruppierte Skyline Seattles passiert hatten, erreichten wir das Museum of Flight. Einem gemeinsamen Mittagessen folgten verschiedene kurze Kammermusikkonzerte, so dass unsere Kammermusizierenden die Museumsbesucher und uns in vier verschiedenen Räumen mit Werken von Mozart, Weber, Mendelssohn, Raff, Bruckner, Wagner und Anderen beglückten. Die Klänge füllten die mit Flugzeugen behangenen Hallen und machten unsere kleine Kammermusikreihe zu einem besonderen Konzerterlebnis.
Nach dem Einchecken in unser Hotel im Zentrum Seattles hatten wir Zeit für uns und strömten in die Dämmerungsluft atmende Stadt. Nach dem Abendessen in Eigenregie wurde der Großteil des Orchesters vom Kerry Park Lookout angezogen und hat dort gemeinsam den Abend verbracht, bevor dann in einer Karaokebar die Singkünste mehrerer Instrumentalisten auf die Probe gestellt wurden.



2 Antworten zu “5. Tag – Museum of Flight, Seattle”
gibt’s von der Karaoke-Bar Beweisvideos? 🙂
Es gibt Videos, aber keins das die Gesangskünste beweist – nur dokumentiert 🙂